Sicherheit im Kontrollraum: So gelingt der Spagat zwischen IT und OT

Kontrollräume absichern: IT-OT-Konvergenz erfolgreich meistern

Sicherheit im Kontrollraum: Die Herausforderung der IT-OT-Konvergenz meistern

In kritischen Infrastrukturen befinden sich Kontrollräume an einem zentralen Schnittpunkt: Hier treffen traditionelle Operation Technology (OT)-Systeme auf moderne Information Technology (IT)-Lösungen. Diese Verschmelzung birgt große Potenziale – bringt jedoch auch erhebliche Sicherheitsherausforderungen mit sich.

Als Hersteller und Technologiedienstleister für Kontrollraum-Lösungen erleben wir bei der controlrooms GmbH täglich, wie wichtig es ist, beide Welten miteinander zu verbinden – ohne Kompromisse bei Stabilität, Sicherheit und Betriebseffizienz.

IT und OT: Zwei Welten mit unterschiedlichen Ansätzen

IT-Abteilungen arbeiten üblicherweise agil: regelmäßige Updates, Cloud-Lösungen und schnelle Innovationszyklen sind hier die Norm. OT-Umgebungen hingegen setzen auf Bewährtes und zuverlässige Systeme – denn Ausfallzeiten haben oft unmittelbare Folgen.

In Kontrollräumen ist diese Zurückhaltung verständlich: Wenn Energieversorger, Verkehrsnetze oder Sicherheitsinfrastrukturen betroffen sind, kann jedes Risiko schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Der Leitsatz „Wenn es nicht kaputt ist, repariere es nicht“ spiegelt diese Vorsicht wider.

Der Knackpunkt: Moderne Sicherheitsstrategien lassen sich nicht einfach über traditionelle OT-Umgebungen stülpen. Vielmehr bedarf es Lösungen, die von Grund auf verstanden und verankert werden – und die gleichzeitig sowohl IT-Anforderungen als auch OT-Einschränkungen berücksichtigen.

Sicherheit als integraler Bestandteil — kein „Nachgedanke“

Ein zentraler Unterschied in der Herangehensweise: Sicherheit darf nicht nur ein Häkchen auf der Checkliste sein. Bei Barco beispielsweise sind in jeder Entwicklungsphase Sicherheitsingenieurinnen und Sicherheitsarchitektinnen aktiv eingebunden.

Auch bei controlrooms setzen wir konsequent darauf, Security-Prinzipien bereits in der Architekturphase unserer Produkte zu verankern. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zu „Security Champions“ geschult, um Sicherheitsaspekte in jedem Projekt frühzeitig zu berücksichtigen.

Der wöchentliche Security-Rhythmus

Sicherheit ist kein Endpunkt, sondern ein fortlaufender Prozess. Wöchentliche Abstimmungen mit den Sicherheitsteams unterstützen dabei, Schwachstellen zu erkennen, Maßnahmen zu priorisieren und langfristige Roadmaps zu entwickeln. Solche Meetings tragen dazu bei, Sicherheit auf Augenhöhe mit Funktionalität und Verlässlichkeit zu betrachten – selbst in komplexen Systemlandschaften.

Darüber hinaus stehen regelmäßige Gespräche mit Kundinnen und Partnerinnen im Vordergrund, um reale Bedrohungsszenarien zu verstehen und in technische Entwicklungen zu integrieren.

Gesetzliche Anforderungen: Neue Richtlinien im Fokus

Das regulatorische Umfeld wächst kontinuierlich. Zwei besonders relevante Vorgaben stehen im Mittelpunkt:

Der EU Cyber Resilience Act, der ab Dezember 2027 in Kraft tritt, wird die Anforderungen an softwaregestützte Produkte deutlich erhöhen.

Gleichzeitig betrifft NIS2 nicht nur Organisationen, sondern auch Herstellerkomponenten und Lieferketten.

Wir bei controlrooms GmbH verfolgen diese Entwicklungen sehr genau. Gemeinsam mit unseren Partnern erarbeiten wir Maßnahmen, damit unsere Systeme nicht nur technisch sicher, sondern auch rechtlich zukunftsfähig bleiben.

Der Mensch als zentraler Faktor

Technische Sicherheit darf den Betrieb nicht behindern. Maßnahmen, die den Arbeitsfluss stören oder zu frustrierenden Systemen führen, können dazu verleiten, Umgehungslösungen zu suchen – was das eigentliche Schutzziel gefährdet.

Deshalb werden Penetrationstests und Schwachstellenanalysen bei Barco nicht nur technisch bewertet, sondern auch im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Betreiberprozesse.
Für uns bedeutet das: Lösungen müssen sicher, aber auch benutzerfreundlich und robust im Einsatz sein.

Sicherheitsdenken als Enabler – nicht als Bremse

Unser Ziel: Sicherheit soll den Betrieb nicht einschränken, sondern unterstützen. Mit Zero-Trust-Architekturen, automatischen Sicherheitsprozessen und intelligenter Integration können Schutzmaßnahmen transparent im Hintergrund agieren, ohne dass sie spürbar werden.

Produkte wie Barco CTRL oder Display- und Bildprozessor-Komponenten sind so konzipiert, dass sie sich nahtlos in abgesicherte Infrastrukturen einfügen – vom Sensor bis zur Anzeigeeinheit.

Denn letztlich geht es bei Sicherheit im Kontrollraum nicht nur um Daten oder Zugänge. Es geht darum, Systeme zu schützen, die sicherstellen dass, Energie fließt, Netze funktionieren und unsere Gesellschaft funktioniert.

Wenn Sie daran interessiert sind, wie solche Konzepte konkret in Ihre Systemlandschaft integriert werden können – beispielsweise im Rahmen von Modernisierungsprojekten, Sicherheits-Audits oder der Absicherung Ihrer Kontrollräume – sprechen Sie uns gerne an. office@controlrooms.at

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